Corporate Culture eats Data Strategy for Breakfast

Culture eats strategy for breakfast! … was bedeutet dieses wohlbekannte Zitat von Peter Drucker für das vielbeschworene datengetriebene Unternehmen?

Clive Humby erkannte 2006 „Data is the new oil“. Damit wurden Daten zum kritischen Unternehmens-Asset erhoben und das datengetriebene Unternehmen als Zielbild ausgegeben. Seitdem sind massive Investitionen in die Datenlandschaften getätigt worden, um Rohdaten zu Informationen zu veredeln und unternehmensrelevante Erkenntnisse zu gewinnen. Kritischer Erfolgsfaktor ist dabei die Schaffung vertrauenswürdiger Datenprodukte mit hohem Wiederverwendungs- und damit Verbreitungsgrad.

Doch trotz professionellem Data Quality Management und umfassenden Data Governance Ansätzen ist die mangelnde Verfügbarkeit qualitätsgesicherter, konsistenter Daten weiterhin oft Hemmschuh, wenn nicht gar Stolperstein vieler analytischer Anwendungsfälle.

Die Förderung einer Datenkultur im Unternehmen – oft verbunden mit der Schaffung einer Chief Data Officer-Funktion – fokussiert vielmals rein auf die Bereitstellung analytischer Daten und deren Nutzung durch Self-Service Anwender sowie in digitalisierten Prozessen. Nur selten findet man jedoch ganzheitliche Ansätze mit einer End-to-End-Sicht auf Data Assets, so dass Daten als Produkte entwickelt und verantwortet werden. Es geht mir hier weniger um den Data Lifecycle als vielmehr um den Prozess der Entstehung eines Datums (nicht nur in analytischen sondern vor allem in operativen Prozessen) über dessen Transformationen, Anreicherungen und Veredelungen bis hin zu dessen Verwendung in Auswertungen und Entscheidungsprozessen. Wie oft wird angeführt, dass Datenquellen leider nur suboptimale Qualität liefern können, da operative Systeme von der IT nicht angepasst werden können und Veränderungen in operativen Prozessen nicht möglich sind. Es ist jedoch vermessen anzunehmen, dass dezentral in Silos erhobene Daten von mittelmäßiger Qualität in einer analytischen Umgebung (sei es zentral oder auch verteilt) ein harmonisches Unternehmensgesamtbild ergeben können. Entsprechend hoch sind deshalb die Aufwände im Data Engineering wie auch die Zahl der gescheiterten Projekte.

An dieser Stelle weisen die Diskussionen um die Datenkultur vielfach einen Blind-Spot auf. In der Datenkultur muss nicht nur Wille und die Fähigkeit zur aktiven Informationsnutzung, sondern verstärkt auch die verantwortungsvolle Generierung von Daten verankert werden. Aus einer Holschuld der Analytiker muss eine gelebte Bringschuld der Datenproduzenten werden. Und Datenproduzent ist wiederum jeder (Mitarbeiter und Prozess) im Unternehmen. Maßgabe muss sein, entstehende Datenprodukte allgemeingültig und verständlich sowie qualitätsgesichert zur allgemeinen Verfügung zu stellen sowie die Aktualisierung sicherzustellen. Datenzentrische Organisationen werden erst dann ihrem Anspruch gerecht, wenn nicht nur jede Entscheidung datenbasiert erfolgt, sondern wenn tatsächlich Datenprodukte End-to-End gedacht und organisiert werden.

Diese neue Datenkultur muss auf allen Ebenen – ausgehend vom C-Level – Einzug finden, damit „Data-Driven“ kein reines Lippenbekenntnis bleibt und Mitarbeiter persönliche Ownership für Daten übernehmen.

Es liegt also noch viel Arbeit vor uns.

Interim Manager für Data & Analytics

Als externer Berater wie auch interne Führungskraft habe ich häufig Unternehmen dabei unterstützt ihre Daten- und Analysefähigkeiten klar zu fokussieren um sicherzustellen, dass unternehmenskritische Entscheidungen datenbasiert und objektiv getroffen werden können.

Meine Aufgaben umfassen in der Regel ein Review des Status Quo, die Ableitung der strategischen Data & Analytics -Ziele aus der Unternehmensstrategie sowie die Planung und Orchestrierung der fachlichen, organisatorischen und technischen Veränderungen.

Insbesondere den Wandel hin zu einer Datenkultur unterstütze ich als Interim Manager eingebettet in die Unternehmensorganisation. Dabei biete ich meinen Kunden folgenden Nutzen:

  1. Fachexpertise: Ich verfügen über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in der Datenorganisation, welche es mir ermöglichen, schnell in eine neue Umgebung einzusteigen und effektiv zu arbeiten.
  2. Unabhängigkeit: Als externe Kraft agiere ich unabhängiger und kann objektiver und effektiver Lösungen für organisatorische Herausforderungen anbieten.
  3. Schnelle Reaktionszeit: Als Interim Manager bin ich kurzfristig verfügbar und kann damit Lösungen für dringende Probleme bereitstellen, die eine schnelle Reaktion erfordern.
  4. Flexibilität: Ich reagiere schnell auf Veränderungen und agiere flexibel, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Was ist ein Data Mesh?

Data Mesh ist ein Konzept, das sich mit der Entwicklung von datengestützten Produkten und Dienstleistungen befasst. Es geht darum, eine Kultur zu schaffen, in der Daten als gemeinsame Ressource verstanden werden und in der alle Beteiligten Zugang zu den Daten haben, die sie für ihre Arbeit benötigen.

Data Mesh setzt auf eine verteilte Verantwortung für die Daten, anstatt eine zentralisierte Datenverwaltung. Dies bedeutet, dass jedes Team für die Daten verantwortlich ist, die es für seine Arbeit benötigt.

Das Ziel von Data Mesh ist es, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams zu verbessern und die Qualität der Datenprodukte und -Dienstleistungen zu erhöhen. Es soll dazu beitragen, Daten als wichtige Ressource in einem Unternehmen zu verstehen und die Verwendung von Daten in der Entscheidungsfindung und im Geschäftsbetrieb zu fördern.

Das Data Mesh Konzept setzt auf eine Governance-Struktur, die auf Prinzipien und nicht auf Regeln basiert, um die Verwendung von Daten zu fördern. Außerdem fördert es die Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter im Umgang mit Daten, was wiederum dazu beitragen kann, dass diese in der Lage sind, Daten selbstständig im Self-Service zu verwenden und zu analysieren. Dies trägt dazu bei, dass Daten für alle Mitarbeiter zugänglich und nutzbar sind und die Datendemokratisierung unterstützt wird.

Was ist eigentlich ein Data Lakehouse?

Ein Data Lakehouse ist eine Architektur für den Speicher und die Verarbeitung von großen Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten. Es ist eine Kombination aus einem Data Warehouse und einem Data Lake. Ein Data Warehouse ist ein zentraler Ort, an dem Daten aus verschiedenen Quellen gespeichert und analysiert werden, während ein Data Lake ein Speicherort für große Mengen an unstrukturierten Daten ist. Ein Data Lakehouse verbindet die Stärken beider Architekturen und ermöglicht es, sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten zu speichern und zu verarbeiten. Es ist eine flexible Plattform, die es ermöglicht, Daten schnell zu speichern und zu analysieren, wodurch Unternehmen schnellere Entscheidungen treffen und bessere Geschäftsergebnisse erzielen können.